Menschen bei Nüchtern Freiburg

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& menschlich

Hinter Nüchtern Freiburg stehen Menschen mit unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen. Uns verbindet die Entscheidung, alkoholfrei zu leben und offen darüber zu sprechen. Ein paar von uns teilen hier ihre persönlichen Gedanken und Wege.


Ina

Hi, ich bin Ina (33) - Mama von bald zwei Kindern und Kulturwissenschaftlerin an der Uni Freiburg. Seit gut vier Jahren lebe ich nüchtern, geholfen hat mir dabei vor allem der Austausch mit anderen; ob bei Frauenzimmer, in der Community von Nathalie Stüben oder hier in der wunderbaren Gruppe.

Nüchtern sein bedeutet für mich:
Mein Leben aktiv zu gestalten, anstatt nur darauf zu reagieren.

In Freiburg bin ich am liebsten hier nüchtern unterwegs:
Mit meiner Familie auf dem Mundenhof.

Mein alkoholfreies Lieblingsgetränk:
Ein sehr großer Kaffee.

Was ich noch teilen möchte:
Aus meiner persönlichen Erfahrung mit Alkoholabhängigkeit habe ich mittlerweile ein berufliches Projekt gemacht: "Abstinente Alltage". Hier geht es mir darum, kulturwissenschaftlich gerahmt, nüchternes Leben zu zeigen, sichtbar zu machen und zu entstigmatisieren. Schau bei Interesse gerne mal rein: uni-freiburg.de/ekw/abstinente-alltage/


Mel

Hi, ich bin Mel, 32 Jahre alt, und lebe seit Februar 2025 nüchtern. Der Weg dorthin begann mit vielen Fragen – über Gewohnheiten, über gesellschaftliche Normen und darüber, wie ein Leben ohne Alkohol eigentlich aussehen kann. Inspiration und Orientierung habe ich unter anderem durch den Podcast von Nathalie Stüben, den Sodaklub-Podcast sowie durch Bücher von Nathalie, Mia Gatow und Daniel Schreiber gefunden. Sie haben mir gezeigt, dass Nüchternheit kein Verzicht ist, sondern ein Gewinn – und dass ich vor allem nicht alleine bin.

Für mich bedeutet nüchtern zu sein vor allem Freiheit. Die Freiheit, klar zu fühlen, klar zu denken und Entscheidungen bewusst zu treffen. Es bedeutet Kreativität – Raum im Kopf für neue Ideen, Gedanken und Perspektiven. Und es bedeutet, mir selbst wirklich zu begegnen: mich kennenzulernen, zu wachsen und mich weiterzuentwickeln.

In Freiburg bin ich am liebsten nüchtern draußen unterwegs – an der Dreisam, im Wald oder eigentlich überall, wo Natur ist. Dort spüre ich besonders deutlich, wie viel Energie und Ruhe ein nüchternes Leben schenken kann.

Mein alkoholfreies Lieblingsgetränk? Ganz klar: Mate oder eine heiße Zitrone.

Ich glaube daran, dass Nüchternheit nicht grau und langweilig ist, sondern lebendig, bunt, klar und voller Möglichkeiten. Sie schafft Raum für echte Begegnungen, für ehrliche Gespräche und für ein Leben, das sich wirklich nach dem eigenen anfühlt.


Benedikt

Ich bin Benedikt, 35 Jahre alt, und lebe seit Juni 2025 nüchtern. Auf diesem Weg haben mir Bücher, Podcasts, meine Partnerin und der Austausch in unserer Gruppe sehr geholfen. Besonders dankbar bin ich für die Podcasts Sodaklub und Aufsturz sowie die Bücher Nüchtern von Daniel Schreiber, Rausch und Klarheit von Mia Gatow und Unabhängig von Eva Biringer.

Nüchtern sein bedeutet für mich:
Mich mit meinen persönlichen Herausforderungen und Bedürfnissen aktiv auseinanderzusetzen, statt mich nur zu betäuben.

In Freiburg bin ich am liebsten hier nüchtern unterwegs:
In einem der vielen Freiburger Cafés oder im Grünen in und um die Stadt.

Mein alkoholfreies Lieblingsgetränk:
Ist zu hause selbst aufgebrühter Speciality Coffee aus Äthiopien. Aktuell sehr gerne den Sawana Natural von Günter Coffee.

Was ich noch teilen möchte:
Ich habe mich entschieden, offen über mein nüchternes Leben und die Abhängigkeit dahinter zu sprechen. Zum einen, um zu zeigen, wie erfüllend ein Leben ohne Alkohol sein kann. Zum anderen, um dazu beizutragen, das Stigma rund um Alkoholsucht weiter abzubauen.

Ich bin dankbar für alle Menschen, die öffentlich über die Risiken von Alkohol aufklären, das Stigma rund um Sucht reduzieren und zeigen, dass ein Leben ohne Alkohol genauso schön und erfüllend sein kann. Gleichzeitig beobachte ich sehr wohlwollend, wie viel sich im Bereich alkoholfreier Getränke gerade entwickelt. Ich wünsche mir, dass Alkohol in unserer Gesellschaft künftig nicht mehr die Regel, sondern die Ausnahme ist.


Vielleicht erkennst du dich in einer der Geschichten wieder. Wenn du nüchtern lebst und Lust auf Austausch hast, freuen wir uns, dich kennenzulernen. Schreib uns gerne an hallonuechtern-freiburgde